Interne Untersuchungen in Unternehmen nehmen weltweit zu, was auf steigende Compliance-Risiken hinweist. Die aktuellen Entwicklungen verdeutlichen die Notwendigkeit, präventive Maßnahmen zu ergreifen und interne Kontrollsysteme zu optimieren.
Im vergangenen Jahr haben interne Untersuchungen in Unternehmen weltweit einen signifikanten Anstieg erlebt und sind zum zentralen Thema für Rechtsabteilungen geworden. Laut dem General Counsel Report 2026 von FTI Consulting ist dies das Ergebnis steigender regulatorischer und strafrechtlicher Ermittlungen, die 37 Prozent der befragten General Counsel als Haupttreiber benennen. Die zunehmenden Kosten für Streitfälle und Untersuchungen sind für 57 Prozent der Befragten eine Herausforderung, während 87 Prozent angeben, dass das Risiko und das Arbeitsaufkommen in ihren Abteilungen rapide zunehmen.
Praktische Auswirkungen auf Unternehmen
Für kleine und mittlere Unternehmen bedeutet dies, dass sie ihre internen Abläufe kritisch überprüfen sollten. Die Komplexität der heutigen digitalen Landschaft, insbesondere durch die Nutzung von Kollaborationsplattformen und Cloud-Diensten, erschwert die Aufklärung von Fällen. 47 Prozent der befragten Rechtsabteilungen berichten von neuen Herausforderungen bei Untersuchungen aufgrund dieser verteilten Datenlandschaft. Unternehmen müssen sich bewusst sein, dass Informationen über verschiedene digitale Kanäle hinweg entstehen und sich ständig ändern können. Dies erfordert eine proaktive Herangehensweise an die Verdachtsprüfung und das Management von Compliance-Risiken.
Risiken und Herausforderungen
Die Risiken, die aus der steigenden Anzahl interner Untersuchungen resultieren, sind vielfältig. Unternehmen sehen sich nicht nur mit der Gefahr konfrontiert, dass Mitarbeiterkriminalität unentdeckt bleibt, sondern auch mit der Herausforderung, rechtzeitig belastbare Ergebnisse für Aufsichtsbehörden zu liefern. Ein Viertel der General Counsel erwartet, dass eine Abschwächung der Regulierung in den USA den Druck in anderen Rechtsräumen erhöhen wird. Die geopolitischen Unsicherheiten tragen zusätzlich zur Komplexität bei und erhöhen die Aufdeckungswahrscheinlichkeit von möglichen Verstößen.
Präventive Maßnahmen gegen Wirtschaftskriminalität
Um den steigenden Risiken der Wirtschaftskriminalität zu begegnen, sollten Unternehmen präventive Maßnahmen ergreifen. Ein effektives Präventionscoaching kann dazu beitragen, ein Bewusstsein für die Gefahren zu schaffen und die Mitarbeiter zu sensibilisieren. Unternehmen sollten zudem interne Meldewege für Verdachtsfälle etablieren, die anonym und vertraulich sind. Eine regelmäßige Risikoanalyse ist unerlässlich, um Schwachstellen im internen Kontrollsystem zu identifizieren und zu beheben. Indem Unternehmen klare Strukturen und Zuständigkeiten schaffen, können sie sich besser auf mögliche Ermittlungen vorbereiten und ihre Reaktionsfähigkeit im Ernstfall erhöhen.
Empfehlung zur Risikominderung
Unternehmen sollten prüfen, ob ihre internen Abläufe ausreichende Kontrollinstanzen bieten. Führen Sie regelmäßige Risikoanalysen und Mitarbeiterschulungen durch, um Ihre Mitarbeiter für die Frühwarnzeichen wirtschaftskrimineller Handlungen zu sensibilisieren. Ein strukturierter Ansatz zur Prävention kann nicht nur potenzielle Schäden verhindern, sondern auch das Vertrauen in die Unternehmenskultur stärken.
Quelle: Presseportal

