Vor Kurzem brach der Tram-Verkehr in Berlin zusammen, als die Stromabnehmer nach einem Eisregen versagten. Während die alte Technik in Potsdam standhielt, wirft dieser Vorfall Fragen zur Robustheit unserer Infrastruktur auf. Unternehmen sollten sich fragen, ob sie bei vergleichbaren Zwischenfällen gut gerüstet sind, insbesondere im Hinblick auf interne Sicherheitsmaßnahmen.
Der Vorfall in Berlin
Ende Januar 2026 kam es in Berlin aufgrund eines Eisregens zu einem weitreichenden Stillstand des Tram-Verkehrs. Die modernen Stromabnehmer konnten nicht mehr korrekt arbeiten, da sie den Kontakt zur Oberleitung verloren hatten. Im benachbarten Potsdam hingegen blieben die alten Tatra-Straßenbahnen funktionstüchtig. Dieses Ereignis verdeutlicht die Anfälligkeit neuer Technologien und wirft die Frage auf, welche Lehren Unternehmen in Bezug auf ihre eigenen Infrastrukturen ziehen können.
Relevanz für Unternehmen
Die Solidität von Infrastrukturen ist nicht nur für öffentliche Verkehrsmittel von Bedeutung, sondern auch für Unternehmen, deren Abläufe stark von technischen Systemen abhängen. Ein unerwarteter Ausfall kann nicht nur zu wirtschaftlichen Einbußen führen, sondern auch zu Vertrauensschäden bei den Kunden. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) müssen verstärkt auf die Compliance-Risiken achten, die durch unzureichende Sicherheitsvorkehrungen entstehen können.
Risiken durch mangelhafte Sicherheitsvorkehrungen
Unzureichende oder veraltete Systeme bieten eine günstige Gelegenheit für interne Gefahren, die oft von Mitarbeitern verursacht werden. Die meisten Schäden durch Wirtschaftskriminalität sind das Ergebnis von Versäumnissen im internen Kontrollsystem (IKS). Das Fraud Triangle des Wirtschaftskriminologen Donald R. Cressey besagt, dass drei Faktoren zum Betrug führen: Druck/Motiv, Gelegenheit und persönliche Rechtfertigung. Das größte Risiko besteht, wenn Mitarbeiter die Möglichkeit sehen, ihre Position und ihr Wissen zu nutzen, um unrechtmäßig zu profitieren.
Präventive Maßnahmen für Unternehmen
Unternehmen sind gefordert, geeignete präventive Maßnahmen zu ergreifen, um derartige Risiken zu minimieren. Ein effektives Vorgehen könnte die Einführung von Hinweisgebersystemen umfassen, die es Mitarbeitern ermöglichen, anonym und vertraulich Verdachtsmomente zu melden. Zudem sollten Unternehmen regelmäßige Schulungen und Risikoanalysen durchführen, um die Mitarbeiter weiterzubilden und das Bewusstsein für mögliche Gefahren zu schärfen.
Proaktive Sicherheit gewährleisten
Unternehmen sollten prüfen, ob ihre internen Abläufe ausreichende Kontrollinstanzen bieten. Führen Sie regelmäßige Risikoanalysen und Mitarbeiterschulungen durch. Solche Maßnahmen können helfen, die Aufdeckungswahrscheinlichkeit für potenzielle Fehlverhalten zu erhöhen und das Sicherheitsbewusstsein in der Unternehmenskultur zu verankern.
Quelle: sicherheits.berater

