Die drei ??? im Dienst der Compliance: Ein Team auf Spurensuche

Ein aktueller Fall von Wirtschaftskriminalität verdeutlicht, wie wichtig die Einhaltung von Compliance-Vorgaben ist. Für ein effektives Vorgehen müssen die Verantwortlichen verschiedene Rollen ausfüllen. Das Weiterbildungsinstitut Wirtschaftscampus hat dafür einen interessanten Vergleich gefunden.

Der Compliance-Verantwortliche als Sherlock Holmes?

Die Arbeit eines Compliance-Verantwortlichen ähnelt der eines Detektivs, findet die Weiterbildungsakademie Wirtschaftscampus. Doch statt Verbrecherjagd stehen dabei Themen wie Betrug, Korruption, Datenschutz oder Geldwäsche im Fokus. Dabei gilt es, verschiedenen Anforderungen gerecht zu werden. In großen Unternehmen können verschiedene Mitarbeitende im Team diese Rollen ausfüllen, bei kleinen Unternehmen muss meist eine Person alle Rollen abedecken.

Sinnbildlich für diese Rollen sieht der Autor der Akademie das nicht nur bei Kindern beliebte Ermittlerteam „Die drei Fragezeichen“.

Justus Jonas wäre der Leiter interner Ermittlungen. Mit seinem analytischen Verstand prüft er Hinweise, bewertet Risiken und bringt selbst komplexe Fälle strukturiert zur Lösung.

Peter Shaw übernimmt Kommunikation und Schulungen. Dank seines Einfühlungsvermögens sorgt er dafür, dass Compliance im Unternehmen als Unterstützung und nicht als Kontrollinstanz wahrgenommen wird. Unerwähnt lässt der Autor des Blogbeitrags, dass Peter auch der sportliche Part ist, derjenige, der im Zweifelsfall auch mal im dritten Stock über einen Balkon klettert. Denn diese Rolle muss glücklicherweise in der Compliance-Arbeit meist niemand übernehmen.

Bob Andrews ist der Recherche-Profi. Er analysiert Daten, prüft Geschäftspartner und erkennt Risiken, bevor sie zum Problem werden. Diese Rolle ist meiner Meinung nach in der täglichen Arbeit sogar die wichtigste.

Gemeinsam wären die drei ein nahezu perfektes Compliance-Team: Justus liefert die Strategie, Peter schafft Akzeptanz und Bob die Faktenbasis. Der Beweis ist erbracht: Gute Compliance braucht manchmal genau die Fähigkeiten eines Detektivs.

Die Rolle von Compliance-Maßnahmen

Ein Motiv, das in den Geschichten der drei Fragezeichen auch immer wieder auftaucht, ist in der Realität sogar noch häufiger anzutreffen, nämlich der betrügerische Insider. Ein großer Teil der Wirtschaftskriminalität wird nämlich von den eigenen Beschäftigten begangen.

Um Compliance-Risiken zu minimieren, sind präventive Maßnahmen unerlässlich. Schulungen für Mitarbeitende zu Verhaltensrichtlinien sowie die Etablierung von internen Meldewegen sind essenziell, um ein Bewusstsein für wirtschaftskriminelles Verhalten zu schaffen. Vermitteln Sie Ihren Mitarbeitenden, dass Compliance nicht als Überwachungsinstrument, sondern als Unterstützung zur Wahrung der Unternehmenswerte verstanden wird. Die Aufdeckungswahrscheinlichkeit kann durch transparente Prozesse und ein aktives Hinweisgebersystem signifikant erhöht werden.

Handlungsbedarf erkennen

Unternehmen sollten regelmäßige Risikoanalysen und Mitarbeiterschulungen durchführen. Dies ist entscheidend, um die Awareness für Compliance-Themen zu schärfen und mögliche Risiken frühzeitig zu identifizieren. Ein klarer Handlungsplan kann im Ernstfall über Ihre Reaktionsfähigkeit entscheiden. Investieren Sie in Präventionsmaßnahmen, bevor es zum Schadenfall kommt.

Quelle: Wirtschaftscampus