Die Enquete 2026 zeigt, wie die Interne Revision in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein unter dem Einfluss von Künstlicher Intelligenz und Cyberrisiken vor einem grundlegenden Wandel steht. Unternehmen müssen sich jetzt anpassen, um den steigenden Anforderungen an Governance und Risikomanagement gerecht zu werden.
Die Zukunft der Internen Revision
Die Enquete 2026 des Deutschen Instituts für Interne Revision (DIIR) dokumentiert die aktuellen Trends und Entwicklungen der Internen Revision in der DACH-Region. 699 Revisionsleitungen haben wertvolle Einblicke gegeben und zeigen, dass die Interne Revision zunehmend strategisch agiert und eng mit Governance, Risikomanagement und Unternehmensführung verknüpft ist. Insbesondere Künstliche Intelligenz (KI) und Cyberrisiken dominieren die Agenda. Organisationen investieren vermehrt in Kompetenzen rund um KI, Data Analytics und Cybersecurity, um sich zukunftssicher aufzustellen.
Relevanz für kleine und mittlere Unternehmen
Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) müssen die Erkenntnisse der Enquete 2026 ernst nehmen, da sie oft nicht über die gleichen Ressourcen wie große Unternehmen verfügen. Dennoch sind sie nicht weniger anfällig für Risiken. Die Interne Revision wird zunehmend als strategischer Partner wahrgenommen, was bedeutet, dass KMU ihre Revisionsprozesse anpassen sollten, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden. Ein gut implementiertes internes Kontrollsystem kann dazu beitragen, Compliance-Risiken zu minimieren und das Vertrauen in die Unternehmensführung zu stärken.
Konkret bestehende Risiken
Die Interne Revision sieht sich mehreren Herausforderungen gegenüber, insbesondere im Hinblick auf Cyberrisiken und die Aufdeckungswahrscheinlichkeit von Wirtschaftskriminalität. Mitarbeitende können, oft ohne böswillige Absicht, durch unzureichende Kenntnisse oder überlastete Arbeitsbedingungen in Versuchung geraten, gegen unternehmensinterne Richtlinien zu verstoßen. Das Fraud Triangle verdeutlicht, dass Druck, Gelegenheit und persönliche Rechtfertigung entscheidende Faktoren sind, die zu betrügerischem Verhalten führen können. Unternehmen müssen daher darauf achten, Gelegenheiten zur Begehung von Wirtschaftskriminalität zu minimieren und ein gesundes Arbeitsumfeld zu fördern.
Präventive Maßnahmen zur Risikominderung
Um den Risiken effektiv zu begegnen, sollten Unternehmen verschiedene präventive Maßnahmen ergreifen. Dazu gehören:
- Etablierung interner Meldewege für Verdachtsfälle – anonym und vertraulich.
- Regelmäßige Risikoanalysen und Mitarbeiterschulungen, um das Bewusstsein für Compliance-Risiken zu schärfen.
- Investitionen in Technologien, die KI und Data Analytics nutzen, um potenzielle Risiken frühzeitig zu identifizieren.
Ein klarer Handlungsplan kann im Ernstfall über die Reaktionsfähigkeit entscheiden und dazu beitragen, den Vertrauensschaden zu minimieren.
Empfohlene Maßnahmen zur Stärkung der Interne Revision
Unternehmen sollten prüfen, ob ihre internen Abläufe ausreichende Kontrollinstanzen bieten. Sensibilisieren Sie Ihre Führungskräfte für Frühwarnzeichen wirtschaftskrimineller Handlungen, um frühzeitig gegensteuern zu können. Durch den Aufbau eines starken internen Kontrollsystems und die Förderung einer offenen Unternehmenskultur können Sie das Risiko von Wirtschaftskriminalität erheblich senken.

