Risiken im Fokus: Zwischenbericht 2026/27 zur Revision

Der aktuelle Zwischenbericht „Risk in Focus 2026/27“ bietet wertvolle Einblicke in die Risiken, die Organisationen in Europa derzeit bewältigen müssen. Die Analyse zeigt, dass insbesondere die Bereiche Künstliche Intelligenz, technologische Disruptionen sowie makroökonomische und geopolitische Unsicherheiten im Fokus stehen und potenzielle Ungleichgewichte zwischen Risiken und Prüfungsaktivitäten aufzeigen.

Aktuelle Risiken für Unternehmen

Der Zwischenbericht des Deutschen Instituts für Interne Revision (DIIR) stellt fest, dass Organisationen in Europa mit einer Vielzahl von Risiken umgehen müssen. Die Ergebnisse basieren auf 797 Rückmeldungen von Revisionsleitungen und zeigen, wie wichtig es ist, sich mit den neuesten Herausforderungen auseinanderzusetzen. Insbesondere die Themen Künstliche Intelligenz und technologische Disruptionen werden als besonders relevant hervorgehoben. Diese Entwicklungen können nicht nur die Geschäftsmodelle, sondern auch die internen Kontrollsysteme stark beeinflussen.

Praktische Auswirkungen auf kleine und mittlere Unternehmen

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) stehen vor der Herausforderung, ihre internen Kontrollsysteme an die sich schnell verändernden Risiken anzupassen. Der Zwischenbericht weist darauf hin, dass viele Unternehmen möglicherweise nicht ausreichend auf die Risiken vorbereitet sind, die durch technologische Veränderungen und geopolitische Unsicherheiten entstehen. Dies kann zu Compliance-Risiken führen, die nicht nur finanzielle Schäden, sondern auch einen Vertrauensschaden bei Kunden und Partnern zur Folge haben können.

Konkrete Risiken und Herausforderungen

Die Analyse zeigt, dass viele Unternehmen Risiken unterschätzen, insbesondere im Bereich der Wirtschaftskriminalität. Die meisten Schäden werden von Mitarbeitenden verursacht, die durch Druck, Gelegenheit und persönliche Rechtfertigungen motiviert sind. Das sogenannte Betrugsdreieck hilft zu verstehen, welche Faktoren zusammenkommen, um Wirtschaftskriminalität zu ermöglichen. Vor allem die Gelegenheit, die aus mangelnden Kontrollen resultiert, kann durch gezielte Maßnahmen verringert werden.

Präventive Maßnahmen zur Risikominderung

Um den Herausforderungen wirksam zu begegnen, sollten Unternehmen präventive Maßnahmen ergreifen. Die Implementierung von Hinweisgebersystemen hat sich als äußerst effektiv erwiesen, um potenzielle Risiken frühzeitig zu identifizieren und zu adressieren. Sensibilisierung der Führungskräfte für Frühwarnzeichen wirtschaftskrimineller Handlungen ist ebenfalls entscheidend, um ein sicheres und vertrauensvolles Arbeitsumfeld zu schaffen.

Empfehlung zur Verbesserung der internen Kontrollstrukturen

Unternehmen sollten regelmäßig Risikoanalysen und Mitarbeiterschulungen durchführen. Die fortlaufende Schulung der Mitarbeitenden erhöht nicht nur das Bewusstsein für mögliche Risiken, sondern fördert auch die Compliance-Kultur innerhalb der Organisation. Ein klarer Handlungsplan kann im Ernstfall über Ihre Reaktionsfähigkeit entscheiden und Ihnen helfen, strukturiert auf Verdachtsfälle zu reagieren.

Quelle: Deutsches Institut für Interne Revision