Die US-Regierung hat den National Fraud Detection Center (NFDC) ins Leben gerufen, um Betrug gegen staatlich finanzierte Programme zu bekämpfen. Diese Initiative zielt darauf ab, die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Behörden zu stärken und die Aufdeckung von Wirtschaftskriminalität zu verbessern. Unternehmen sollten sich der neuen Entwicklungen bewusst sein, um sich proaktiv gegen mögliche Risiken abzusichern.
Ein neuer Ansatz zur Betrugsbekämpfung
Am 24. August 2026 kündigte das US-Justizministerium die Gründung des National Fraud Detection Center (NFDC) an. Diese neue, von Staatsanwälten geleitete, multi-agency Gruppe hat das Ziel, die schwerwiegendsten Täter zu identifizieren, die gegen Bundesprogramme betrügen. Durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Strafverfolgungsbehörden und durch den Einsatz gemeinsamer Technologien soll die Aufdeckungswahrscheinlichkeit von Betrugsfällen erhöht werden. Assistant Attorney General Colin McDonald betonte, dass diese Initiative einen entscheidenden Wandel in der Erkennung und Untersuchung komplexer Betrugsfälle darstellt.
Praktische Auswirkungen für Unternehmen
Für kleine und mittlere Unternehmen bedeutet die Schaffung des NFDC, dass das Risiko, Opfer von Wirtschaftskriminalität zu werden, steigt, insbesondere wenn diese Programme in Anspruch genommen werden. Der NFDC wird die Möglichkeit bieten, Betrugsversuche über mehrere Programme hinweg zu erkennen, was die Compliance-Risiken für Unternehmen erhöht. Insbesondere durch die länderübergreifende Zusammenarbeit zwischen den Behörden wird die Überwachung und Kontrolle von Betrugsfällen verstärkt – eine Entwicklung, die Unternehmen in der Praxis zwingt, ihre internen Kontrollsysteme zu überdenken.
Risiken durch unzureichende interne Kontrollsysteme
Die meisten Schäden durch Wirtschaftskriminalität werden von Mitarbeitenden verursacht, wobei oft ein Mangel an Transparenz und Kontrolle in den internen Abläufen eine entscheidende Rolle spielt. Das Betrugsdreieck von Donald R. Cressey identifiziert drei Faktoren, die oft zusammentreffen: Druck, Gelegenheit und persönliche Rechtfertigung. Unternehmen, die keine klaren Prozesse zur Verdachtsprüfung implementieren, laufen Gefahr, dass Mitarbeitende Gelegenheiten zur Tatbegehung nutzen. Insbesondere die Kenntnis über Schwächen im internen Kontrollsystem kann potenziellen Tätern die Möglichkeit bieten, unentdeckt zu bleiben.
Präventive Maßnahmen zur Minimierung von Risiken
Um sich vor Mitarbeiterkriminalität zu schützen, sollten Unternehmen präventive Maßnahmen ergreifen. Dazu gehört die regelmäßige Durchführung von Risikoanalysen und Mitarbeiterschulungen, um das Bewusstsein für mögliche Betrugsrisiken zu schärfen. Internes Präventionscoaching kann helfen, das Vertrauen in die Compliance-Prozesse zu stärken und Mitarbeiter zu sensibilisieren. Darüber hinaus sollten Unternehmen darauf achten, klare Meldewege für Verdachtsfälle zu etablieren, die anonym und vertraulich sind, um eine Kultur der Offenheit zu fördern.
Empfehlung zur Stärkung der internen Kontrollen
Unternehmen sollten prüfen, ob ihre internen Abläufe ausreichende Kontrollinstanzen bieten. Etablieren Sie interne Meldewege für Verdachtsfälle – anonym und vertraulich. Dies kann nicht nur helfen, potenzielle Betrugsfälle frühzeitig zu erkennen, sondern auch das Vertrauen der Mitarbeiter in die Integrität des Unternehmens stärken.

